Bibelvers der Woche 37/2018

Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben und kommen um; wir werden alle vertilgt und kommen um.
Num 17,27

Hier ist ein Link für den Kontext, zur Übersetzung von 2017. 

Furcht vor Gott

Für diesen Bibelvers gibt es einen engeren Kontext und einen weiteren. Im engeren geht es um den Konflikt zweier rivalisierender Eliten, die das Priestertum und die Führungsrolle unter den Leviten beanspruchen: die Kohaniter und die Korachiter. Die Kohaniter führen sich auf Aaron zurück, den Bruder Mose, und im Jerusalemer Tempeldienst stellen sie die Priesterkaste — andere Leviten durften nur niedere Dienste verrichten. Die Korachiter — „die Rotte Korach“ — tauchen auch später noch als Lyriker und Musiker auf, im Buch der Psalmen werden sie immer wieder genannt. Der Abschnitt erzählt, wie Gott in den Konflikt zwischen den beiden Gruppen in brutaler Weise eingreift und ihn für die Kohaniter entscheidet. 

Von dem Streit wird an einer Stelle berichtet, in der es zu einer Krise im Zusammenleben des in der Wüste wandernden Volks mit ihrem Gott gekommen war. Das ist der weitere Kontext. Die „Langfassung“ des Aufschreis des Volks könnte wie folgt lauten:

„Mose, was sollen wir tun? Die Kundschafter sind aus dem Geloben Land zurückgekommen und hatten schreckliche Neuigkeiten: Das Land starrt vor Waffen und seine Einwohner sind unbesiegbar. Wir können nicht sehenden Auges ins Verderben rennen. Und unser Gott, der uns herausgeführt hat aus Ägypten, sagt uns, dass wir alle, jeder einzelne von uns, verrotten sollen in der Wüste, dass keiner das Land sehen wird, erst unsere Nachkommen sollen dorthin gelangen. Wir wurden furchtbar geschlagen, als wir dennoch den Angriff wagten. Und dann tat sich die Erde auf und verschlang die Korachiter, 150 Mann, unsere Vorbeter, Sänger, und Musiker, sie sind in eine glühende Felsspalte gefallen. Und als wir dann schrieen in Zorn und Angst, brachte Gott die schreckliche Pest über uns, die in Windeseile über vierzehntausend von uns hinwegraffte! Wir sind hier in der Steinwüste,  haben alles verloren, wissen nicht wohin, wir sind verurteilt, hier zu sterben. Mose, Gott tötet uns!!“

Da fällt einem vieles ein. Krieg, Vertreibung, Erdbeben, Krankheit, Tod. Die Zerstörung Lissabons im Jahr 1755 hat unauslöschliche Spuren in der europäischen Geistesgeschichte hinterlassen: es fiel vielen schwer, danach noch an einen gütigen Gott zu glauben. 

Und wie kann man denn angstfrei sein vor Gott? Diese Welt ist sein Werk. Sie ist das Interface, über das er mit uns spricht. Man muss man ihm also all dasjenige zutrauen, was diese Welt an Martern zu bieten hat, und das ist eine ganze Menge. Das Alte Testament ist nicht sparsam darin, Gewaltakte des Höchsten zu beschrieben: die Sintflut, die Zerstörung Sodoms, die schreckliche Bestrafung der Ägypter, der Babylonier, immer wieder auch des eigenen auserwählten Volks, der furchtbare Genozid an den Völkern in Kanaan. Und die in den Prophetien des Alten wie des Neuen Testaments manifestierten Erwartungen übersteigern diese Bilder noch!

Mich überfordert dieser Vers. Luther hat der Frage, wie man einen gnädigen Gott bekommt, sein Leben gewidmet. Ich bin kein Theologe, und hier braucht es mehr als Theologie. Aber ich habe diesen Vers gezogen, also will ich mich stellen!

Die Frage, die der Vers stellt, ist so groß, dass es mehrere Antworten gibt, und vielleicht ist keine davon stets und immer gültig. Die erste Antwort folgt in den darauf folgenden Abschnitten. Der Herr gibt dem Volk über Moses seine Regeln (hier: die des Tempeldiensts), und wer sich daran hält, hat nichts befürchten. Das ist eine (!) klassische Antwort des Judentums. Eine zweite Antwort gibt Psalm 91: „Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.“ Das Grauen wütet in der Welt, aber es trifft nicht die, die unter Gottes besonderem Schutz, die mit ihm im Bund stehen. Eine dritte Antwort gibt Num 14, wo die Israeliten verurteilt werden, Zeit ihres Lebens in der Wüste zu bleiben. Gott hat sich geäußert, wir kennen ihn, er ist keine blinde Naturgewalt. Im Gespräch mit Gott erinnert Mose ihn daran, wie er selbst sich vorgestellt hat: »Der HERR ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung« Die Christen können auf Jesus vertrauen, der uns in Gott den gütigen Vater zeigt. Eine vierte Antwort steckt im gezogenen Vers selbst: Ja, so ist es. Das Leben ist Verzweiflung, die Entfernung zu Gott ist nicht zu überbrücken, das Ende ist Dunkelheit und es gibt kein Entrinnen. So sagt es Psalm 88, ein Psalm der Korachiter übrigens, und als Möglichkeit scheint diese Antwort in vielen anderen Stellen der Bibel auf. Diese Antwort ist ernst zu nehmen und wert bedacht zu werden, sie bleibt stets bestehen, und sei es als Referenz.

Eine fünfte Antwort steckt in den Lobpreispsalmen und in Hiob: Die Welt ist, wie sie ist, aber Gott ist so unermesslich groß, dass sie bedeutungslos wird. Liebhaber der Mathematik können an eine Folge denken, die den Nenner gegen unendlich gehen lässt und jeden noch so großen Zähler ins Nichts wirft. In Gottes Größe ist die Welt aufgehoben. Wir verstehen nicht warum, aber in Gott ist die Welt gut. Diese Antwort kenne ich von Juden, es ist aber, so glaube ich, auch die Antwort, die Jesus uns gibt, wenn er im Leiden der Welt auf das Reich Gottes verweist. Das Reich Gottes ist nirgendwo und nirgendwann, es ist in Gott selbst, in dem das Leid der Welt aufgehoben und bedeutungslos ist. Das Reich Gottes anzunehmen, wirft Licht bereits in diese Welt. Eine Christin sagte mir einst, sie denke an Gott, wenn die Sorgen zu groß werden. Das hilft wirklich, und das fast augenblicklich, es hilft immer, wenn ich daran denke, es zu tun!

Ich denke über den Vers und mögliche Antworten nach, während ich schwimme. Es ist ein strahlender Frühherbsttag im Freibad. Ich bin ein guter Schwimmer, eine um die andere Bahn lege ich zurück und denke dabei an Luther, den Tod, der uns alle erwartet, an die Gesetzlichkeit, die Gnade. Mein Kopf ist unter Wasser, ich schaue nach unten, wo auf dem Metall des Beckenbodens die Reflexe der Wellen tanzen und sehe die Blasen aufsteigen, die ich mit meinen Kraulzügen nach unten drücke. Mit jedem vierten Zug drehe ich den ganzen Körper nach rechts, wende mein Gesicht in den blendendblauen Himmel und atme tief. Das Wasser trägt mich und meinen beschädigten Rücken, der Rhythmus, die Kraft und das Licht schaffen eine eigene Welt, der Moment ist unbeschreiblich schön.

Da erkenne ich, dass Angst falsch ist. Obwohl es Gründe genug dafür gibt. Wasser kann tödlich sein — vielleicht nicht im Hausener Freibad, aber an vielen anderen Orten, wo ich schon geschwommen bin. Aber sich zu ängstigen, ist dem Leben nicht dienlich. Beim Schwimmen würde ich sofort den Rhythmus verlieren, und wenn die Angst zu Panik wird, kann ich sogar ertrinken.

Angst ist falsch. Obwohl das Urteil steht. Das Leben reibt unsere Leiber auf, unausweichlich, und auf dieser Welt bleibt uns nichts. Das steht so fest, dass es befreiend wirken mag: wenn es keine Alternative gibt, hat die Angst ihren Hebel, ihren Anspruch verloren! Jetzt, in diesem Moment, trägt mich das Wasser, trägt mich der Herr. Nur das zählt. Vielleicht ist es dies, was Jesus uns mit dem Gleichnis von den Lilien auf dem Feld sagen will.

Was könnte ein Israelit sich damals gedacht haben, wenn er nachts aus dem Zelt blickte, in das Sternenmeer im schwarzen Himmel über der Wüste? Was denken Sie?

Ich wünsche uns eine Woche in Gottes Gnade, 
Ulf von Kalckreuth

Bibelvers der Woche 16/2018

Und daselbst kam des HERRN Hand über mich, und er sprach zu mir: Mache dich auf und gehe hinaus ins Feld; da will ich mit dir reden. 
Hes 3,22

Hier ist ein Link für den Kontext des Verses, zur Lutherbibel 2017.

Ezechiel, auch Hesekiel genannt, war ein junger Tempelpriester, der von den Babyloniern aus seiner Heimat in Juda verschleppt worden war. Es war dies die sogenannte erste Verschleppung, die nur einen Teil der Elite betraf. Nebukadnezar von Babylon hatte zwar dem Großmachtstreben des jüdischen Staates ein brutales Ende bereitet und diesen Staat auf einen Kern rund um die Stadt Jerusalem reduziert. Aber noch stand sie, die Hochgebaute. Ihre Zerstörung in einem weiteren Krieg und die Verschleppung größerer Teile der jüdischen Bevölkerung stand erst bevor. 

Ezechiel lebte mit seinen Gefährten am Fluss Kebar in einer babylonischen Stadt namens Tel Abib —von der viel später die heutige israelische Hauptstadt ihren Namen erhielt. In den Abschnitten vorher wird erzählt, wie Ezechiel seine Berufung als Prophet erhielt: in einer überwältigende Vision begegnet er dem Herrn, der ihn in seinen Dienst nimmt. Nicht als beamteter Tempelpriester, sondern als Prophet. Und nun will der Herr ein zweites Mal das Wort an ihn richten. Der gezogene Satz oben lautet fast gleich wie Eze 1, 3, mit der sich die erste Erscheinung ankündigt. 

Wie mag sich das angefühlt haben? 

Ich wollte es nachspüren. Vielleicht richtete sich der suggestive Vers, den ich gezogen hatte, ja auch irgendwie an mich selbst. Bei der Dichte von Verpflichtungen beruflicher und privater Art kostete es mich fast eine Woche, bis ich überhaupt vor die Tür kam. Am Ende gelang es nur dadurch, dass ich beschloss, den Weg zur Arbeit zu Fuß zu gehen statt mit dem Fahrrad zu fahren. 

Durch das Niddatal, den Niddapark und den Grüneburgpark in die Innenstadt. Eine Stunde und zwanzig Minuten. Die Übersetzung des gezogenen Verses enthält eine Ungenauigkeit: es sollte nicht „Feld“ heißen (hebräisch ßadé) sondern „Ebene“. Eigentlich ungewöhnlich — Gottesbegegnungen in der Bibel haben ihren Platz sonst eher im Gebirge oder in der Wüste. Als ich unterwegs war und über den Vers nachzudenken begann, verstand ich, dass ich vielleicht das richtige getan hatte. Die Verschleppten saßen in einer Stadt, die an einem Fluss lag. Wenn Ezechiel auf die „Ebene“ hinausgehen sollte, war damit gerade nicht Einöde und meditative Ruhe gemeint, sondern die Flussebene —ein zwar offener, aber belebter Raum, in dem Verkehr und Bewegung von und zu der Stadt stattfand. Vielleicht war Ezechiel in seinen Möglichkeiten eingeschränkt; wie ich, der ich nun auf dem Weg zur Arbeit die Nidda überquerte.

Auch in der Ebene allerdings ist man ungeschützt. Schon als ich das Haus verließ, war der Himmel dunkel. Recht bald wurde er schwarz, es begann zu regnen, Blitz und Donner gesellten sich dazu. Ich hatte von vornherein darauf verzichtet, beim Gehen wie sonst Musik zu hören. Das Wasser, die Blitze und die sich in ein Matschfeld verwandelnde Landschaft um mich herum machte nun alles sehr konkret und real.  

Ich erinnerte mich, was ich von Ezechiel wusste. Unter Christen ist er im Vergleich zu den anderen beiden „großen“ Propheten Jeremiah und Jesajah weniger gut bekannt, weil seine Bilder von Gottes Erbarmen für die Zeit nach der Zerstörung nicht recht kompatibel sind mit den heilsgeschichtlichen Vorstellungen des Christentums. Für die Juden aber und ihre mystischen Traditionen sind seine Gottesvisionen von sehr großer Bedeutung, besonders die erste, die er genau beschrieben hat. 

Nach seiner ersten Begegnung mit Gottwar Ezechiel eine Woche lang „verstört bei seinen Gefährten gesessen“. Vermutlich wäre Ezechiel heute in einer geschlossenen Anstalt untergebracht worden. Direkte Begegnungen mit Gott werden in der Bibel als unerträglich beschrieben. Niemand kann Gott sehen, ohne zu sterben. Selbst Mose durfte (wie Ezechiel) nur ein Bild sehen, die „Herrlichkeit Gottes“. Als nun Gott ihn am Ende dieser Woche zu einem zweiten Treffen nach draußen fordert, weiß Ezechiel noch nicht, was auf ihn zukommt, aber die erste Erfahrung steckte ihm noch in den Knochen.

Ezechiel weicht der — potentiell tödlichen — Begegnung nicht aus. Aber es war mir nun völlig klar, dass er große Angst hatte, und nicht ohne Grund. Diesmal erhält er einen konkreten Auftrag. Er soll die Umgebung vor der drohenden Katastrophe für Jerusalem warnen. Aber dies hatte wortlos zu geschehen: für lange Zeit verlor er die Sprache und war gezwungen, sich pantomimisch und mit Hilfe von Zeichnungen und selbstgebauten Modellen zu äußern. Dabei war Ezechiel ein am Wort orientierter, scharfsinniger und intellektueller Mensch. Sein Text ist verständlich und sprachlich beeindruckend, gut aufgebaut und enthält keine der redaktionellen Brüche und Überblendungen, die das Verständnis anderer Propheten so schwer machen. Und hinter der klaren Sicht spürt man eine große Wärme. In diesem Augenblick stand er mir sehr nahe. 

Gott kann sich auf viele Weisen äußern. Hier ist eine. Mittlerweile war ich durchnässt auf der Fußgängerbrücke über die Stadtautobahn angekommen. U- und Straßenbahnwagenfahrer streikten an diesem Tag. Der Verkehr in Frankfurt war völlig zusammengebrochen. Ich stand hoch oben und im Wolkendunkel war der Weg in die Stadt markiert mit einer unbeweglichen rotleuchtenden Spur aus Rücklichtern. Nach hinten in die Gegenrichtung waren es weiße Lichter, bis zum Horizont. Und ich konnte mich selbst sehen, wie von noch weiter oben, völlig ungehindert und in angenehmen, schnellen Tempo über die Brücke gehend, in den Grüneburgpark hinein. Der Regen war nass, aber weiter kein Problem. Vor mir, im 29. Stock eines dreieckigen Hochhauses, lag eine Arbeit, die oft frustrierend war, oft aber auch interessant, die mir immer wieder neue Möglichkeiten eröffnet hat, und mich jenseits aller relevanten materiellen Sorgen stellt. Zu Hause erwarten mich eine Frau und zwei Kinder, drei komplizierte Menschen, alle auf ihre Weise wertvoll und kreativ, eigene Welten, an deren Werden, Wandeln und auch Vergehen ich beteiligt war. Am Nachmittag würde ich mir freinehmen und auf die Frankfurter Musikmesse gehen. Am Sonntag würde ich im Gottesdienst singen und Gitarre spielen. Auf dem Weg zur Arbeit konnte ich mit meinem Gott sprechen oder auch mit den Propheten, wenn nötig auf Hebräisch, und in einigen Wochen würde ich wieder in Israel sein, in Jerusalem. 

Musik, Familie, Gott, Arbeit, Sprache, Bewegung. Und ich ging weiter durch das dampfende, brodelnde Aprilwetter. Phantastisch! Ich fand mein eigenes Leben auf einmal spannend, reich und interessant. Trotz meiner 55 Jahre. Lange Zeit hatte ich das nicht mehr gefühlt. Wer würde nicht mit mir tauschen wollen? Was hätte denn Ezechiel gewählt —sein eigenes Leben oder meins? Wohl doch sein eigenes, er hätte es für wesentlich und notwendig gehalten, trotz der Unzuträglichkeiten eines Daseins im sechsten vorchristlichen Jahrhundert im Allgemeinen und seiner schwierigen Lage im Besonderen.

Ja, und am Nachmittag wanderte ich im weiter strömenden Regen zum Frankfurter Messegelände und hatte dort drei Begegnungen mit großartigen Gitarristen, von denen ich wichtige Dinge lernte.

Ich wünsche uns eine gesegnete Woche!
Ulf von Kalckreuth

Bibelvers der Woche 14/2018

Da sich nun der Philister aufmachte und daherging und nahte sich zu David, eilte David und lief auf das Heer zu, dem Philister entgegen.
1 Sa 17,48

Hier ist ein Link für den Kontext des Verses, zur Lutherbibel 2017.

Patt — und ein Ausbruch

Das judäische Heer König Sauls und das Heer der Philister stehen sich gerüstet auf zwei Bergen gegenüber, dazwischen ein Tal. Man kann den Schauplatz noch heute besichtigen, ich bin dort gewesen, ein Freund hat mich an die Stelle geführt. Die Schlacht ist jederzeit möglich, ein Angriff aber — der Israeliten wie der Philister — wäre mit großen Verlusten verbunden. Der jeweilige Angreifer müsste hinab ins Tal und wäre dort Ziel für die Pfeile und Speere des Verteidigers; dann müsste er bergauf kämpfen. Die Philister fordern die Israeliten zu einem Stellvertreterkampf heraus: einer der ihren, Goliath, soll gegen einen ausgewählten Israeliten kämpfen und so den Krieg entscheiden. Recht eigentlich eine schöne Lösung. Ein solcher Stellvertreterkampf wird auch in der Ilias versucht, zwischen Paris und Menelaos. Aber die Parteien halten sich nicht an die vereinbarten Regeln. Vielleicht gäbe es ja Troja noch, wenn es gelungen wäre…

Keiner der Israeliten wagt es, gegen den gewaltigen Krieger anzutreten, viele Tage lang. Verzweiflung macht sich breit. David, ein Junge noch und ohne Ausbildung an den Waffen, erträgt es nicht länger und meldet sich. Saul akzeptiert das Angebot. David kann die Rüstung Sauls nicht tragen und geht ohne Rüstung in dem Kampf, bewaffnet nur mit einer Steinschleuder. So — jung, schnell und wendig, unerfahren, aber auch unterschätzt, mit großem Vertrauen in Gottes Hilfe und seine eigene Kraft, unglaublich präsent, schön — tritt er dem Goliath entgegen. Der Kampf beginnt.

Frohe Ostern,
Ulf von Kalckreuth