Bibelvers der Woche 34/2025

Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache.
Ps 139,20

Hier ist ein Link für den Kontext des Verses, zur Lutherbibel 1984.

Gottes Feinde und meine Feinde

Wir haben eine Doublette: der selbe Vers wurde vor knapp zweienhalb Jahren schon einmal gezogen, als Bibelvers der Woche 12/2023. Und es ist nicht die erste. Vor zwei Jahren wurde als BdW 29/2023 ein Vers gezogen, der schon früher in Erscheinung getreten war — hier ist meine Betrachtung dazu. Wie damals schon gesagt: Doubletten sind nichts überraschendes. Wir haben im Lauf der Jahre 440 Bibelverse gezogen, das sind nun bereits 1,37% der Verse im Gesamtbestand der Bibel, und ebenso hoch liegt nun auch die Wahrscheinlichkeit, einen Vers erneut zu ziehen. Und das Woche für Woche, 52 Mal im Jahr. Mit zunehmender Zeit und Zahl der Ziehungen werden Doubletten immer wahrscheinlicher.  

Seinerzeit, vor zweieinhalb Jahren, stellte ich fest, dass ich der ersten Betrachtung eigentlich nichts hinzufügen konnte. Ich plante dann, die umfangreiche Ziehung mit den Betrachtungen nun endlich auszuwerten, aus der großen Ziehung ein Gesamtbild der Bibel zu erarbeiten. Im Anschluß hatte ich dazu aber weder die Zeit noch die Kraft. Ein Versuch, die Betrachtungen oder Teile davon in ein Buch zu fassen, scheiterte vorläufig. Statt dessen zog ich weiter. Der „Bibelvers der Woche “ hat eine Dynamik, die ich selbst nicht wirklich kontrolliere.

Im gezogenen Vers stellt der Betende fest, das die Feinde Gottes seine eigenen Feinde geworden sind, er „hasst sie mit ganzem Ernst“. Was kann ich meiner Betrachtung dazu hinzufügen? Vielleicht dies, im Anschluß an den Vers der vergangenen Woche: Der Umgang mit den Feinden — was auch immer es ist, das wir als feindlich erleben — ist für unser Leben ebenso prägend wie der Umgang mit Versagen und Schuld. Sind wir dabei auf die Zukunft bezogen, die wir uns wünschen? Oder auf die Vergangenheit, die wir fürchten? Wenn wir an das denken, was uns bedroht, können wir dabei gleichzeitig an Gott denken, der uns liebt? 

Der Name „Satan“ bedeutet auf Hebräisch „Verwirrer“ oder „Ankläger“. Ich liebe das Lied „Nun bitten wir den Heiligen Geist“. Es endet mit den Worten: Du höchster Tröster in aller Not: Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis!

So sei es. 
Ulf von Kalckreuth

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