Bibelvers der Woche 13/2025

Denn wir kennen den, der da sagte: „Die Rache ist mein, ich will vergelten”, und abermals: „Der Herr wird sein Volk richten.”
Heb 10,30

Hier ist ein Link für den Kontext des Verses, zur Lutherbibel 1984.

Awesome God

Das ist deutlich. Und es ist erst ein paar Wochen her, dass wir mit BdW 06/2025 den unmittelbar vorangegangenen Vers gezogen haben, Heb 10,29. Hier noch einmal die Textstelle im Zusammenhang (28-31), die beiden gezogenen Verse sind gefettet: 

Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? Denn wir kennen den, der gesagt hat »Die Rache ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.« Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

Meine Betrachtung seinerzeit richtete sich auf das Wesen der Strafe Gottes. Nun soll ich ein weiteres Mal darüber nachdenken. Genügt es nicht, auf die ältere Betrachtung zu verweisen? Habe ich seinerzeit etwas Wichtiges übersehen oder falsch dargestellt? 

Reset! —

Am vergangenen Sonntag sang ich im Gottesdienst mit dem Musikteam ‚Awesome God‘ von Rich Mullins, hier ist ein Link zu dem Lied. Ich hatte den Solopart mit den beiden Strophen:

When He rolls up His sleeves He ain't just puttin' on the ritz
Our God is an awesome God
There is thunder in His footsteps and lightning in His fists      
Our God is an awesome God
The Lord wasn't joking when He kicked 'em out of Eden
It wasn't for no reason that He shed His blood
His return is very close and so you better be believin'
That our God is an awesome God

Our God is an awesome God
He reigns from heaven above
With wisdom, power and love
Our God is an awesome God!

And when the sky was starless in the void of the night
Our God is an awesome God
He spoke into the darknness and created the light
Our God is an awesome God
Judgement and wrath He poured out on Sodom
Mercy and grace He gave us at the cross
I hope that we have not too quickly forgotten 
That our God is an awesome God!

Our God...

Dies Lied ist, woran ich denken mußte, als ich den Vers zog. Schaue ich in Gott, die Welt und mich selbst, dann ist da immer beides: Gnade und Strafe, Liebe und Gewalt. So zieht es sich durch die Bibel, von Genesis über die Psalmen bis zur Offenbarung des Johannes. Das Leben und Sterben Jesu mag als Exempel dienen, und nirgends steht geschrieben, dass Gottes Gewalt — und Gottes Liebe — mit Jesu Foltertod ein Ende hat. Man mag es mögen oder nicht: der Weg mit dem Gott der Bibel ist immer auch ein Weg am Abgrund. 

Dein Segen sei mit uns, Herr! Und lass mich nicht heute noch den letzten Vers des Ausschnitts oben ziehen. 
Ulf von Kalckreuth

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